Die Bezeichnung Mikrofaser bezieht sich auf Stoffe, die aus sehr dünnen Fäden besteht. Hierbei handelt es sich zunächst um nicht näher bestimmtes Gewebe, deren Feinheit unter einem Wert von 1 dtex befindet. Damit sind Mikrofaser feiner als Seide mit einem dtex-Wert von 1,3 und deutlich feiner als Baumwolle mit einem Wert zwischen 1,5-2,5 dtex. Häufig werden Mikrofaser aus Polyester, Acryl oder Nylon hergestellt. Mikrofaser eignen sich für allerlei Textilien. Die Formbeständigkeit, die Textur und die Weichheit sind für Hersteller beliebte Gründe, um daraus Textilien aller Art zu machen. So findet man heute Mikrofaser in Bettwäsche, Handtücher, Bekleidung und vieles weitere. Aus Mikrofasern hergestellte Textilien sind äußerst pflegeleicht, fusseln nicht und sind relativ schnell zu trocknen.

Diese Eigenschaften machen aus der Mikrofaser ein Trendsetter in Sport- und Funktionsfashion. Als eine kostengünstigere Alternative zu Seide ist die Mikrofaser in der Oberbekleidung beliebt, aber auch Accessoires und Lederimitate werden aus diesem Stoff gefertigt.

Die Webtechnik erlaubt es aus Mikrofasern glatte oder aufgeraute Oberflächen zu schaffen. Trotz allem ist es im Gegensatz zu anderen Stoffen eher glatt – und dieses Gefühl der Glätte auf der Hautoberfläche ist nicht im Geschmack aller. Besonders in Lebensbereichen, wo viel Hautkontakt mit Mikrofaser besteht, wie im Schlafzimmer, könnte es für einige zum Störfaktor werden.

Der Begriff der Mikrofaser ist kein geschützter Begriff, daher lässt sich anhand der Materialangabe nicht sagen, wie hochwertig die Produkte sind. Schlecht verarbeitet Mikrofaser aus minderem Material können mit der Zeit brüchig werden oder Laufmaschen bilden. Es ist wichtig darauf zu achten, was die Gründe sind weshalb man sich für Textilien aus Mikrofasern entscheidet. Die vielen Vorteile glänzen besonders für Outdoor-Textilien, während Mikrofaser für Bettwäsche eher ein geschmacklicher Grund ist.

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